Kunstskandale

Buch von Heinz Peter Schwerfel, erschienen bei DuMont, Köln

So schildert Schwerfel das Skandalon: atemlos, im Prsens, wie ein Reporter. Seine Diktion gleicht Ludwig Marcuses "Obszn. Geschichte einer Entrstung", jener Feier obszner Literatur von Friedrich Schlegel bis Henry Miller. Beide Autoren ergreifen Partei fr die von ihnen beschriebene Kunst - und das heit: gegen die Gesellschaft, die sich emprt. Schwerfel und Marcuse schreiben Bcher, die rgernisse sind, die selbst das Zeug zum Skandal haben.
Tagesspiegel, 27.8.00, Jan-Arne Sohns

Eine hervorragende, mit einer Flle von beweistrchtigen Fotos angereicherte Dokumentation, in der auch spannend gesellschaftspolitische Bezge hergestellt werden. ... Autor Heinz Peter Schwerfel ... versteht es souvern, das schwierige Material auch dem interessierten Laien zugnglich zu machen.
Neue Zeit (Graz), 14.7.00

Der Publizist Heinz Peter Schwerfel hat im 40-Jahre-Rckblick die Zusammenste zwischen Kunst, Politik und ffentlichkeit so leicht und klar dargestellt, dass man nur die eine Frage hat: Weshalb hat das nicht schon lngst jemand so einfach ausgesprochen. ... Schwerfel liebt den Blick des Reporters, der alles sieht, hrt und mittendrin ist. ... (Er) ist nicht der Analytiker. Er stellt Zeitkolorit her, in dem er Gesprche zitiert, die er mit den Knstlern gefhrt hat. ... "Kunstwerke", schreibt Schwerfel, "erzhlen nicht nur die Geschichte der Kunst, sondern auch die des Jahrhunderts. Sie spiegeln ihre Epoche, nehmen knftige gesellschaftliche Entwicklungen vorweg. Sie denunzieren sittlichen Kleingeist, weisen der Zukunft eine Richtung." Das kann man nicht klarer sagen. ... Die Kunst bringt, das zeigt dieses amsante und aufschlureiche Buch, gesellschaftliche Verhaltensweisen auf den Punkt. Damit sich alle ein " Bild " machen knnen.
Die Zeit, 31.8.00, Verena Auffermann

... Schwerfel erzhlt die Geschichte der Tabubrche in der Kunst des Jahrhunderts in sechs ppig illustrierten Kapiteln. Deutlich wird, wie abhngig jeder Skandal von den Wertmastben der Gesellschaft ist, vor allem aber, wie rasant sich diese in den vergangenen 40 Jahren gewandelt haben. Wrde der Staatsanwalt heute noch ein Bild wie Georg Baselitz’ " Die groe Nacht im Eimer " beschlagnahmen ? .... Das lesenswerte Buch von Heinz Peter Schwerfel beschreibt ein inzwischen anachronistisches Phnomen. Eine Welt, der "ihre Aura nicht mehr heilig ist", wie der franzsische Philosoph Jean Baudrillard schreibt, kennt keine Tabus und damit auch keine Skandale mehr.
Focus, 25/2000, Eva Karcher

Schwerfel hat die Geschichte der Nachkriegsskandale in launiger Manier aufgearbeitet. Mal plaudernd, mal bissig, stets informativ und nie kanzelhaft bereitet er der bigotten Aufregung ein frhliches Gericht.
Die Woche, 11.8.00

Dieses Buch mchte man jedem in die Hand drcken, der einen gut verstndlichen Zugang zur zeitgenssischen Kunst sucht.
ART, 7/00, Anna Brenken

... Aber gerade diese beherzte Schamlosigkeit, so vermutet der Journalist und Autor Heinz Peter Schwerfel in seinem Buch "Kunstskandale", habe den Achtziger-Jahre-Star Koons fr ein Jahrzehnt aus dem Markt katapultiert: Aggressive Tabuverletzungen, so Schwerfel, berlebten in der Kunstszene nicht lange.
Der Spiegel, 19/2000, Ulrike Knfel

Heinz Peter Schwerfel hat nun eine Collage von Skandalen um zeitgenssische " Kunstskandale " zusammengestellt. Sein Band ist weniger bilanzierende Darstellung, vielmehr ein Pldoyer wider die engstirnige Verdammung provokanter Kunst. Und selbst ein kleines, angenehm subjektives Kunststckchen.
Schsische Zeitung, 18.7.00

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